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Vorsorge im Gesundheitswesen - Die 2. Säule einfach erklärt

Die berufliche Vorsorge ist weit mehr als eine Absicherung für die Pensionierung. Erfahren Sie in nur fünf Minuten, wie die 2. Säule funktioniert und weshalb es sich lohnt, die eigene Vorsorge regelmässig im Blick zu behalten.

Ob Sie Ihr Pensum reduzieren, das Spital wechseln oder nach einer Familienpause wieder einsteigen: Veränderungen im Berufsleben können auch Ihre berufliche Vorsorge beeinflussen. Die wichtigsten Zusammenhänge kennen Sie in fünf Minuten.

Die 2. Säule begleitet Sie durch Ihr Berufsleben

Die berufliche Vorsorge ergänzt die AHV und bildet zusammen mit ihr die Altersvorsorge. Für Angestellte ist dabei vor allem die 2. Säule relevant, die Pensionskasse baut während des Erwerbslebens ein Altersguthaben auf und sieht die im Vorsorgeplan definierten Leistungen bei Invalidität oder im Todesfall vor.

Wie hoch diese Leistungen ausfallen, hängt unter anderem von Ihrem versicherten Lohn, Ihrem Pensum, Ihrer bisherigen Vorsorge und den Bestimmungen Ihrer Pensionskasse ab.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf die eigene Vorsorge – besonders dann, wenn sich im Berufsleben etwas verändert. 

 

Das Schweizer Vorsorgesystem auf einen Blick

 

Warum das gerade im Gesundheitswesen wichtig ist

Karrieren im Gesundheitswesen verlaufen selten ganz geradlinig. Weiterbildung, Teilzeit, Familienpausen, Stellenwechsel oder der Schritt in die Selbstständigkeit gehören für viele dazu.

Solche Veränderungen können Auswirkungen auf die berufliche Vorsorge haben. Vier typische Beispiele zeigen, worauf es ankommen kann.

Vier Situationen aus dem Berufsalltag

Assistenzärztin reduziert ihr Pensum für die Weiterbildung

Eine Assistenzärztin reduziert ihr Pensum von 100 auf 60 Prozent, um mehr Zeit für eine Weiterbildung zu haben.

Folge für die Vorsorge: Mit dem tieferen Pensum kann auch der versicherte Lohn sinken. Dadurch werden in dieser Zeit in der Regel weniger Altersguthaben aufgebaut und die versicherten Leistungen können sich verändern.

Wichtig: Prüfen Sie bei einer Pensumsreduktion, wie sich diese konkret auf Ihren Versicherungsausweis und Ihre Leistungen auswirkt.

Oberarzt wechselt das Spital

Ein Oberarzt wechselt von einem Spital zu einem anderen Arbeitgeber. Mit dem Austritt wird seine bisherige Vorsorge beendet und das vorhandene Vorsorgeguthaben muss an die neue Vorsorgeeinrichtung übertragen werden.

Folge für die Vorsorge: Die bisher angesparte Austrittsleistung geht grundsätzlich nicht verloren. Entscheidend ist, dass sie korrekt an die neue Pensionskasse übertragen wird. Unterschiede zwischen den Vorsorgeplänen können zudem dazu führen, dass sich die zukünftigen Leistungen verändern.

Wichtig: Vergleichen Sie bei einem Stellenwechsel die neuen Vorsorgeleistungen und klären Sie, was mit Ihrer bisherigen Austrittsleistung passiert.

MPA steigt nach der Familienpause in Teilzeit ein

Eine MPA kehrt nach einer Familienpause mit einem Pensum von 50 Prozent in eine Praxis zurück.

Folge für die Vorsorge: Durch das reduzierte Pensum verändert sich in der Regel der versicherte Lohn. Auch der Koordinationsabzug spielt dabei eine Rolle. Er wird vom AHV-Lohn abgezogen, um denjenigen Teil des Einkommens zu berücksichtigen, der bereits über die 1. Säule versichert ist.

Wichtig: Gerade bei Teilzeit lohnt sich ein Blick darauf, welcher Lohn tatsächlich versichert ist und welche Leistungen daraus entstehen.

Therapeutin wird selbständig

Eine Therapeutin beendet ihre Anstellung und macht sich mit einer eigenen Praxis selbstständig.

Folge für die Vorsorge: Mit dem Ende der Anstellung endet auch die bisherige obligatorische berufliche Vorsorge über den Arbeitgeber. Das bisher angesparte Guthaben wird als Austrittsleistung übertragen. Als Selbstständige muss sie ihre berufliche Vorsorge neu organisieren und kann je nach Situation andere Vorsorgemöglichkeiten nutzen.

Wichtig: Der Schritt in die Selbstständigkeit ist ein guter Zeitpunkt, um die bisherige Vorsorge und die zukünftige Absicherung bewusst zu prüfen.

Was zeigt der Versicherungsausweis?

Der Versicherungsausweis gibt Ihnen einen Überblick über Ihre persönliche Situation. Je nach Pensionskasse und Vorsorgeplan finden Sie darauf unter anderem:

  • Ihr aktuelles Altersguthaben
  • Ihren versicherten Lohn
  • voraussichtliche Altersleistungen
  • Leistungen bei Invalidität
  • Leistungen für Hinterbliebene
  • Angaben zu möglichen Einkäufen

Der Versicherungsausweis hilft Ihnen damit, Veränderungen in Ihrem Berufsleben besser einzuordnen.

 

FAQ: Häufige Fragen zur beruflichen Vorsorge

Was ist der versicherte Lohn?

Was bedeutet der Koordinationsabzug?

Kann ich mich in die Pensionskasse einkaufen?

Was passiert mit meiner Vorsorge bei einem Stellenwechsel?

 

Ihre Vorsorge im Blick behalten

Ihre berufliche Situation verändert sich – und damit kann sich auch Ihre Vorsorge verändern. Ein regelmässiger Blick auf den Versicherungsausweis hilft Ihnen, wichtige Änderungen frühzeitig zu erkennen.

Prüfen Sie Ihren aktuellen Versicherungsausweis und nutzen Sie Medpension Online, um Ihre persönlichen Vorsorgedaten im Blick zu behalten. Wenn eine berufliche Veränderung Fragen aufwirft, steht Ihnen zudem die persönliche Beratung von Medpension zur Verfügung. Als auf das Gesundheitswesen spezialisierte Pensionskasse kennen wir die unterschiedlichen Berufswege und Arbeitsmodelle in Praxen und Kliniken.

 

 

 

 

Themen: Allgemeine News